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Nur zur Information. GHK-Cu wird in Kosmetika verwendet, ist aber kein zugelassenes Arzneimittel. Wende dich bei Haut- oder Gesundheitsfragen an einen Arzt oder Dermatologen.
Befunde

Was die Forschung zeigt

So liest du diese Seite: Die meisten GHK-Cu-Studien wurden an Zellkulturen oder Tieren durchgeführt, oft mit winzigen Peptidmengen. Kontrollierte Studien am Menschen sind kaum veröffentlicht, und die meisten davon betreffen Kosmetikcremes.

Im Folgenden sind die Belege nach Art gruppiert, vom Labor bis zum Menschen.

Im Labor

  • Kupferaufnahme (Nature, 1980): Das Peptid bildete Komplexe mit Kupfer und steigerte die Kupferaufnahme in kultivierte Leberkrebszellen.
  • Kollagenbildung (FEBS Letters, 1988): In Fibroblastenkulturen begann die Kollagensynthese schon bei Konzentrationen von einem Billionstel Mol pro Liter zu steigen und erreichte bei einem Milliardstel ihr Maximum. Die Zellzahl blieb unverändert.
  • Eisenfreisetzung (1990): GHK-Cu verringerte in einem Testsystem die Freisetzung von Eisen aus Ferritin, was die Autoren mit weniger oxidativen Schäden in verletztem Gewebe in Verbindung brachten.
  • Lungenfibroblasten und Gene (Genome Medicine, 2012): GHK kehrte ein Genmuster um, das mit der Schwere des Emphysems zusammenhängt. Bei Fibroblasten aus COPD-Lungen stellte es die Fähigkeit wieder her, Kollagengele zusammenzuziehen und umzubauen.

Bei Tieren

  • Wundkammern bei Ratten (J Clin Invest, 1993): Wiederholte GHK-Cu-Injektionen erhöhten den Gehalt an Kollagen, Protein, DNA und Glykosaminoglykanen dosisabhängig. Ein Kontroll-Tripeptid hatte keine Wirkung.
  • Übersichtsarbeiten von Pickart und Kollegen beschreiben zudem schnellere Heilung bei mehreren Tierarten sowie einen Schutz von Leber und Magenschleimhaut bei Nagern. Diese Zusammenfassungen stammen überwiegend aus der ursprünglichen Forschungsgruppe des Peptids.

Beim Menschen

  • Nach Laser-Resurfacing (Arch Facial Plast Surg, 2006): 13 Patienten, die um den Mund mit einem CO2-Laser behandelt worden waren, nutzten Hautpflege mit oder ohne GHK-Cu. Eine verblindete Bewertung fand keinen Unterschied bei Rötung, Falten oder Hautqualität insgesamt. Patienten mit GHK-Cu gaben jedoch eine höhere Zufriedenheit an.
  • Kosmetikstudien: Übersichtsarbeiten des Entdeckers des Peptids berichten, dass Cremes Festigkeit, feine Linien und Pigmentierung in kontrollierten Studien an gealterter Haut verbesserten. Viele davon waren klein, industrienah oder nicht vollständig veröffentlicht, sodass eine unabhängige Bestätigung begrenzt ist.
  • Injiziertes GHK-Cu: Wir haben keine veröffentlichten kontrollierten Studien zu injiziertem GHK-Cu beim Menschen gefunden.

Abwägung

GHK-Cu zeigt in Zell- und Tierstudien durchgängig eine unterstützende Wirkung auf Kollagen und Gewebereparatur. Die Belege beim Menschen sind deutlich schwächer und stammen meist aus topischer Kosmetik. Behauptungen, es setze Tausende Gene „zurück“, beruhen auf Computeranalysen von Labordaten, nicht auf Ergebnissen bei Patienten.

Offene Fragen

  • Bringen topische Produkte genug Peptid durch intakte Haut, damit es eine Rolle spielt?
  • Was bewirkt eine langfristige Belastung mit zugesetzten Kupferpeptiden im Körper?
  • Die früheste Studie berichtete, dass es das Wachstum von Tumorzellen anregte; spätere Übersichten beschreiben krebshemmende Effekte. Was gilt in welchem Zusammenhang?
  • Wie rein und stabil ist Material, das außerhalb regulierter Kosmetik-Lieferketten verkauft wird?

Quellen

  1. Pickart L, Thaler MM. Tripeptide in human serum which prolongs survival of normal liver cells and stimulates growth in neoplastic liver. Nat New Biol. 1973;243:85-87. PMID 4349963
  2. Pickart L, et al. Growth-modulating plasma tripeptide may function by facilitating copper uptake into cells. Nature. 1980;288:715-717. PMID 7453802
  3. Freedman JH, et al. Structure of the glycyl-L-histidyl-L-lysine-copper(II) complex in solution. Biochemistry. 1982;21:4540-4544. PMID 6291585
  4. Maquart FX, et al. Stimulation of collagen synthesis in fibroblast cultures by the tripeptide-copper complex glycyl-L-histidyl-L-lysine-Cu2+. FEBS Lett. 1988;238:343-346. PMID 3169264
  5. Miller DM, et al. Effects of glycyl-histidyl-lysyl chelated Cu(II) on ferritin dependent lipid peroxidation. Adv Exp Med Biol. 1990;264:79-84. PMID 2244543
  6. Maquart FX, et al. In vivo stimulation of connective tissue accumulation by the tripeptide-copper complex glycyl-L-histidyl-L-lysine-Cu2+ in rat experimental wounds. J Clin Invest. 1993;92:2368-2376. PMID 8227353
  7. Miller TR, et al. Effects of topical copper tripeptide complex on CO2 laser-resurfaced skin. Arch Facial Plast Surg. 2006;8:252-259. PMID 16847171
  8. Pickart L. The human tri-peptide GHK and tissue remodeling. J Biomater Sci Polym Ed. 2008;19:969-988. PMID 18644225
  9. Campbell JD, et al. A gene expression signature of emphysema-related lung destruction and its reversal by the tripeptide GHK. Genome Med. 2012;4:67. PMID 22937864
  10. Pickart L, Vasquez-Soltero JM, Margolina A. GHK peptide as a natural modulator of multiple cellular pathways in skin regeneration. Biomed Res Int. 2015;2015:648108. PMID 26236730
  11. Pickart L, Margolina A. Regenerative and protective actions of the GHK-Cu peptide in the light of the new gene data. Int J Mol Sci. 2018;19:1987. PMID 29986520